2 Briefe WOLFENBÜTTEL 1840: Obrist v. KOCH über TREIBJAGD-Gebiete HERZOG. Skizze

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Seller: Top-Rated Seller tucholsklavier (5.152) 100%, Location: Berlin, Ships to: Worldwide, Item: 153669853018 Trixum Template TF01 2 Briefe WOLFENBÜTTEL 1840: Obrist v. KOCH über TREIBJAGD Beschreibung – Weitere Bilder siehe unten! – Sie bieten auf zwei kuriose Briefe aus Wolfenbüttel von 1840. Betrifft Gebiet für Treibjagden des Herzogs in / bei Wolfenbüttel. Geschrieben vom Oberst Christian von Koch, gest. am 30. Mai 1844 in Wolfenbüttel im Alter von 69 Jahren. Er war der Ehemann von Friederike Charlotte Luise Wilhelmine, geb. v. Alten (1786-1826). 1813 Major, 1824 Oberstleutnant, 1828 Oberst und Kommandeur des 2. Linien-Infanterie-Regiments, 1830 Vize-Kommandant von Wolfenbüttel. (Quelle: Neuer Nekrolog der Deutschen, Bd. 22, Jg. 1844, S. 1009, sowie Braunschweigisches Magazin, Jg. 1912, S. 122). Gerichtet an den Flügeladjutanten des Herzogs von Braunschweig. 1.) Brief Wolfenbüttel, 7. August 1840. 4 S. (25,3 x 21,4 cm). "Lieber Lübeck. Ich weiß in der That mich nicht anders zu helfen! Sonst quälte ich Sie mit mir nicht. Vor etwa 3 Monathen wurde mir durch den Forstmeister v. Praun kund gethan daß mein bislang in Pacht gehabtes Jagdrevier, vom 1. September an den Herschaftlichen Jagden beigefügt werden solle. Solche Verfügung ist auf einen Bericht des Hofjägermeisters v. Veltheim, nach welchen mein bisheriges Jagdrevier ein gutes und bequem gelegenes Treiben für die Jagden Sr. Durchlaucht abgeben würde, Allerhöchsten Arts gelassen{?}. Welchen auch allerdings so wäre, wenn der Lindendören [[vgl. "In den Lindendöhren" in Wolfenbüttel]] gänzlich ausgerodet würde, und die Eisenbahn nicht durch den besten Theil des Reviers druchgeführt worden sey. Nach meiner Überzeugung wird dies Treiben wie solches sich gegenwärtig gestaltet hat zu unseres Gnädigsten Herrn Vergnügen nicht viel beitragen. [...] Aber es findet sich ein anderes Terrain ganz in der Nähe von Wolfenbüttel, welches meines Wissens, bei den Jagden Sr. Durchlaucht niemals als Treiben genommen worden, und welches auch außer aller Verbindung mit den übrigen Feldtreiben{?} steht, ich meine daß Terrain welches von den sogenannten alten Wege und der Oker resp. Östlich und Westlich und wieder von der Oker in Kl. Stöckheim, wie gegenüber von den Wolfenbüttelschen Gärten resp. Nördlichen Sädlich{?} begrenzt wird." Eine Skizze dieses Gebiets liegt auf einem Extrazettel (16,3 x 9,3 cm) bei. Nun erklärt Christian von Koch wortreich, warum er sich nicht früher beim Herzog gemeldet hat: er habe sich vor 3 Jahren an diesen gewandt, um seinen Sohn in der Kadettenanstalt unterzubringen, "und bekam den Bescheid Sr. Durchlaucht sei abgehalten mich zu sprechen. Seit diesem Augenblick bildete sich die fixe Idee bei mir aus, der Herzog wolle mich nicht sehen und ich dürfe mit keinerlei Anliegen wieder in person erscheinen." Von diesem Irrglauben wurde er erst geheilt, als der Oberjägermeister v. Veltheim ihm sagte, auch er selbst werden vom Herzog abgewiesen, "wenn Höchstdieselben anderweitig beschäftigt gewesen sei." Signiert "Ihr Chr. Koch." 2.) Brief Wolfenbüttel, den 3. September 1840. 2 Seiten Brieftext und eine Seite Konzept der Antwort. Christian von Koch fragt nach, warum er keine Antwort erhalten hat. Signiert "Obrist von Koch". Die Antwort des Flügeladjutanten (Braunschweig, 4. September 1840) sehr wortreich und reuevoll: "Mit der größten Beschämung ergreife ich die Feder [...]." Er hatte keine Zeit gehabt, war mit dem Herzog auf Reisen etc., außerdem hatte er den Hofjägermeister Veltheim noch nicht erreicht, da dieser auf Revisionsreise in Minden sei. Der Flügeladjutant versichert v. Koch noch einmal, dass der Herzog nichts gegen ihn habe. Gerichtet an Anton Reinhold Wilhelm Liebig Edler von Lübeck (geb. 17. Juli 1783 in Königsberg, gest. 24. Juni 1863 in Braunschweig), Braunschweigischer Militär u. Hofmann. 1813 Adjutant Herzog Friedrich Wilhelms, 1830 Kammerherr, 1829/30 Intendant des Hoftheaters, 1837 Flügeladjutant Herzog Wilhelms, 1847 Generalmajor, Hofmarschall und Kammerherr, 1854 Oberhofmarschall. -- Aus einem Konvolut von Briefen an v. Lübeck (weitere biete ich parallel an). Zustand: Papier etwas fleckig und knittrig; ins. gut. Bitte beachten Sie auch die Bilder am Ende der Artikelbeschreibung! Interner Vermerk: MM-Ordner 2-1 Bilder TRIXUM: Mobil-optimierte Auktionsvorlagen und Bilder-Hosting Über Herzog Wilhelm von Braunschweig (Quelle: wikipedia): Wilhelm August Ludwig Maximilian Friedrich (* 25. April 1806 in Braunschweig; † 18. Oktober 1884 in Sibyllenort), Herzog zu Braunschweig und Lüneburg sowie Oels war von 1830 bis zu seinem Tode Herzog von Braunschweig. Leben und Wirken: Wilhelm war der zweite Sohn von Friedrich Wilhelm, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg und Maria von Baden (1782–1808), Tochter von Karl Ludwig von Baden (1755–1801). Er wuchs nach dem Tod seiner Mutter in London auf. Als kurz nach seiner Rückkehr 1815 nach Braunschweig sein Vater in Quatre-Bras fiel, gerieten er und sein Bruder Karl unter die Vormundschaft ihres Onkels Georg, König von Hannover und Prinzregent von Großbritannien. De facto übten Braunschweiger Staatsmänner ihre Vormundschaft aus oder sie befanden sich in der Obhut von Erziehern. Von 1820 bis 1822 hielten sich die Brüder in Lausanne auf, im Anschluss bis Herbst 1823 ging Wilhelm zum Studium nach Göttingen. Schließlich verrichtete er den preußischen Militärdienst, den er selbst als die glücklichste Zeit seines Lebens bezeichnete. Von seinem Vater erbten er und sein Bruder Karl das schlesische Herzogtum Oels, das sie bis 1824 gemeinsam besaßen. Als Karl nach Vollendung der Volljährigkeit die Regierung in Braunschweig antreten konnte, überließ er Wilhelm das Herzogtum Oels. Wilhelm verbrachte bis zum Lebensende viel Zeit in Oels und starb auch dort. Militärische Laufbahn: Am 30. Oktober 1821 wurde Wilhelm zunächst zum Rittmeister im Hannoverschen Garde-Husaren-Regiment ernannt und am 17. Februar 1826 auch im Preußischen 2. Gardelandwehr-Kavallerie-Regiment. Seine Beförderung zum Major folgte am 22. Oktober 1828.[2] Am 6. März 1843 wurde er als Generalmajor Chef des Magdeburgischen Husaren-Regiments Nr. 10 und wenig später zum Generalleutnant ernannt. Ab 30. März 1844 war er General der Kavallerie und wurde schließlich am 27. Juni 1848 Königlich Hannoverscher Feldmarschall. Er war Inhaber des Hannoverschen Garde-Kürassier-Regiments sowie auch des Böhmischen Dragoner-Regiments Nr. 7.[3] Auf dem Braunschweiger Thron 1830–1884: Im September 1830 kam es in Braunschweig zu einem Volksaufstand gegen Herzog Karl II., Wilhelms älteren Bruder. Karl hatte die Bevölkerung durch seinen an absolutistische Zeiten erinnernden Regierungsstil gegen sich aufgebracht. Der Konflikt mündete darin, dass das Residenzschloss in Flammen aufging und Karl fluchtartig Stadt und Land verließ. Auf Bitten des Braunschweiger Magistrates übernahm Wilhelm schon zwei Tage später die Regentschaft für seinen Bruder. Mit Beginn der Regentschaft bekam das Herzogtum Braunschweig auch eine neue Verfassung, die Landschafts-Ordnung, die den Bürgern wichtige Grundrechte garantierte. Es galt, das Land so schnell wie möglich wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Allerdings blieb die Thronfrage noch einige Zeit ungeklärt. Im Mai 1831 erklärte der Deutsche Bund den geflohenen Herzog Karl II. schließlich für regierungsunfähig, und Wilhelm war damit legitimer Nachfolger, was später auch Österreich anerkannte. Allerdings bezog sich die Regierungsunfähigkeit nur auf Karl als Person, nicht auf seine möglichen Erben. Die Thronfolge blieb also ausdrücklich offen.[4] Wilhelm musste folglich damit rechnen, dass er für seine eigenen Erben keinen Thronanspruch würde durchsetzen können. Wie bedeutend diese Unsicherheit für ihn war, ist unklar. Tatsache ist jedoch, dass er auf eine Heirat verzichtete und ohne legitimen Erben blieb – ebenso wie sein Bruder Karl. Mit Wilhelms Tod 1884 erlosch das „Neue Haus Braunschweig“, das seit 1533 in den welfischen Stammlanden regierte und das neben dem „Neuen Haus Lüneburg“ (später Haus Hannover) die ältere welfische Linie darstellte. Nachfolge: Nach Wilhelms Tod übernahm ein Regentschaftsrat die Regierungsgeschäfte in Braunschweig. Da Preußen und das Haus Hannover seit der Annexion des hannoverschen Königreiches 1866 verfeindet waren, blieb es dem eigentlichen Thronanwärter Ernst August von Hannover, Herzog von Cumberland versagt, die braunschweigischen Lande zu regieren. Von 1885 bis 1913 übernahmen Mitglieder anderer Fürstenhäuser die Regentschaft. Erst 1913 kam es zur Aussöhnung zwischen Welfen und Hohenzollern, als Ernst August, der Sohn des Herzogs von Cumberland, Viktoria Luise von Preußen heiratete, die einzige Tochter Kaiser Wilhelms II. In der Folge kehrte mit Ernst August der letzte Welfe als regierender Herzog nach Braunschweig zurück. Sonstiges: 1875 wurden in einer Auflage von 100.000 Stück Goldmünzen des Deutschen Kaiserreiches im Nennwert von 20 Mark geprägt. Die Goldstücke zeigten auf der Kopfseite ein Reliefporträt von Wilhelm. Diese Reichsgoldmünzen wurden in der Münzprägestätte Berlin (A) hergestellt.[5] 1902 benannte man die Braunschweiggasse im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing nach ihm, da er ab 1861 Ehrenbürger von Hietzing und ab 1878 Besitzer des Palais Cumberland war. 1909 wurde in Rühle ein Denkmal errichtet. TRIXUM: Mobil-optimierte Auktionsvorlagen und Bilder-Hosting Condition: Papier etwas fleckig und knittrig; ins. gut. Bitte beachten Sie auch die Bilder!, Autor: Christian von Koch, Material: Papier, Erscheinungsort: Wolfenbüttel, Eigenschaften: Erstausgabe, Produktart: Handgeschriebenes Manuskript, Original/Faksimile: Original, Genre: Militär & Krieg, Erscheinungsjahr: 1840, Sprache: Deutsch

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